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28.02.26 – JADE QUARTETT & Friends · Kloster Niederburg · Passau · 19:30 Uhr
07.02.26 – JADE QUARTETT & Friends · Rathaussaal · Bad-Canstatt · 19:00 Uhr
07.11.25 – JADE QUARTETT · Filderklinik · Waldenbucht · 19:30 Uhr
15.04.25 – NoYes X JADE QUARTETT · „Klang der Welten“ · Unter der Pyramide, Kreissparkasse Heilbronn · 19:00 Uhr
09.03.25 – NoYes X JADE QUARTETT · Nikolaus-Cusanus-Haus, Stuttgart · 16:30 Uhr
Das Jade Quartett verbindet musikalisch Europa und Asien – und trägt diese Idee bereits im Namen: „JA“ steht für das chinesische Wort für Asien, „DE“ für die Wahlheimat Deutschland.
Gegründet 2001, bringen die Musikerinnen und Musiker aus Taiwan und China neben der klassischen europäischen Streichquartettliteratur auch Werke aus Asien zur Aufführung.
Zahlreiche Kompositionen wurden speziell für das Ensemble geschrieben.
Internationale Preise, Festivalauftritte sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen dokumentieren die künstlerische Arbeit des Jade Quartetts.
Yu Zhuang, Hanlin Liang – Violinen
Ying Yin – Viola
Shihyu Yu-Holz – Violoncello
Das Jade Quartett steht für Kammermusik auf höchstem Niveau – getragen von Musikerinnen und einem Musiker, deren Laufbahnen von internationaler Ausbildung, Wettbewerbserfolgen und professioneller Orchesterpraxis geprägt sind.
Das Ensemble wurde 2001 von der Geigerin Hanlin Liang und der Cellistin Shihyu Yu-Holz gegründet und erhielt wesentliche künstlerische Impulse durch das Studium beim Melos Quartett in Stuttgart.
Die aktuelle Besetzung vereint vier Musikerpersönlichkeiten mit herausragender Bühnenerfahrung und künstlerischer Präsenz:
Yu Zhuang ist Erster Geiger des Quartetts, vielfach ausgezeichneter Kammermusiker und seit 2015 Konzertmeister im Stuttgarter Kammerorchester.
Hanlin Liang prägt das Ensemble mit großer Bühnenerfahrung – mit über 500 Konzerten im In- und Ausland, CD-Produktionen und regelmäßigen Einladungen als Konzertmeisterin.
Ying Yin verbindet solistische Erfahrung mit professioneller Orchesterpraxis und war unter anderem Mitglied der Neubrandenburger Philharmonie.
Shihyu Yu-Holz verbindet internationale Konzerttätigkeit mit einer starken kammermusikalischen Präsenz: Neben ihrer Arbeit im Quartett ist sie in mehreren Ensembles aktiv und wirkt regelmäßig als gefragte Dozentin und Lehrkraft im Bereich Kammermusik.
Die künstlerische Qualität des Jade Quartetts wurde zudem durch bedeutende Auszeichnungen bestätigt: Dazu zählen der 1. Preis beim Deutschen Hochschulwettbewerb (2004), der 3. Preis beim 5th Osaka International Chamber Music Competition (2005) sowie die Auszeichnung als „Musiker des Jahres 2005“ im Bereich Streichquartett. Im Mai 2007 folgte der 1. Preis beim internationalen Interpretationswettbewerb für zeitgenössische Streichquartette „Klangbrücke“ in München. Ergänzt werden diese Erfolge durch die Verleihung des Iris-Marquart-Preises sowie Stipendien der Stiftung Villa Musica und der Karl-Klingler-Stiftung.
Rundfunkmitschnitte (SWR / NDR) und Fernsehportraits dokumentieren die musikalische Arbeit des Quartetts. Konzertreisen, Festivalauftritte und die kontinuierliche kammermusikalische Tätigkeit im In- und Ausland prägen das Profil des Ensembles ebenso wie die stilistische Bandbreite von klassischer Quartettliteratur bis zur zeitgenössischen Musik.
Was für ein Abend!
Ein riesiges Dankeschön an die Kreissparkasse Heilbronn für die Einladung zu der Kammermusikreihe "unter der Pyramide" und die tolle Organisation – und an das großartige Publikum für die herzliche Stimmung und den begeisterten Applaus!
Die Atmosphäre unter der Pyramide war einfach magisch – wir kommen gerne wieder!
liro Rajakoski
Die über einjährige Zusammenarbeit des Jade-Quartetts mit dem Noyes-Ensemble wurde am vergangenen Dienstag im Rahmen der Heilbronner Kammermusikreihe fortgesetzt. Der ausverkaufte Saal bereitete dem Konzertprogramm einen herzlichen Empfang, das auf kreative Weise verschiedene Musikstile kombinierte und von Rockklassikern über Flamenco-Rhythmen und Mando-Pop bis hin zu Ravels Streichquartett reichte. Das Konzert machte deutlich, dass Konzertprogramme, die musikalische Grenzen überschreiten, auch beim Publikum klassischer Konzerte auf wachsendes Interesse stoßen. Doch was bedeutet Crossover eigentlich, und wie nähert man sich einem Repertoire, das verschiedene Stile vereint?
Das Wort „Crossover“ bezeichnet das Überschreiten einer Grenze, das Betreten der „anderen Seite“ von etwas. Ein Orchester, das oft klassische Musik spielt, besucht in einem Gemeinschaftsprojekt den Bereich der Rockmusiker, wobei die Band von einem ganzen Sinfonieorchester begleitet wird. Manchmal erweitern klassische Ensembles ihr Repertoire um überraschende Musikstile – Jazz, Popmusik oder auch Techno – und entwickeln gleichzeitig neue Spieltechniken und Aufführungspraktiken. Es ist auch wichtig, sich daran zu erinnern, dass zahlreiche Komponisten im Laufe der Musikgeschichte von vielen verschiedenen Richtungen beeinflusst wurden. So ist etwa die Musik von Maurice Ravel zugleich klassisch und impressionistisch und verbindet Weltmusik und sogar Blues mit moderner Kunstmusik.
Vielleicht könnte man Crossover als eine Art Sprung ins Unbekannte verstehen, in ein Gebiet, wo die dialektische Begegnung verschiedener musikalischer Einflüsse etwas völlig Neues und Unerhörtes schafft. Die Welt ist zu einem Ort der Vielfalt geworden, an dem traditionelle Dichotomien wie klassische Musik – Popmusik, westliche Musik – Weltmusik oder Akustik – Elektronik nicht länger als klar abgegrenzte Gebiete erkennbar sind. Musikstile beeinflussen sich ständig gegenseitig – und das ist auch gut so. Kultur entsteht, wenn Gegensätze aufeinandertreffen und etwas Neues entsteht.
Diese Art des interkulturellen Dialogs unterstützt auch die Zusammenarbeit zwischen dem Jade-Quartett und Noyes. Die Nationalitäten der Bandmitglieder selbst sagen etwas über die Vielfalt der Band aus: Ein taiwanesisch-chinesisch-finnisches Streichquartett spielt zusammen mit einer Band, deren Mitglieder aus Georgien und Deutschland stammen. Die Zusammenarbeit wird zudem durch unterschiedliche musikalische Hintergründe bereichert. Das Streichquartett als Kunstform schult Musiker im verfeinerten und anspruchsvollen Ensemblespiel. Allerdings verleiht die Zusammenarbeit mit Musikern aus einem Bandumfeld dem Musizieren eine völlig neue Dynamik. Der Schlüssel im Umgang mit Vielfalt liegt darin, den anderen Musikern zuzuhören, sie zu verstehen und den echten Wunsch zu haben, zusammenzuarbeiten.
Das Programm von Noyes und dem Jade-Quartett könnte kontrastreicher nicht sein. Wie klingt beispielsweise Antonio Vivaldis berühmtes Presto der Sommerjahreszeiten, gespielt im 11/16-Takt und gewürzt mit indischen Einflüssen? Oder der Rockklassiker Stairway to Heaven, interpretiert von einem Streichquartett? Auffällige und doch sich ergänzende Kontraste regen die Fantasie an und eröffnen neue musikalische Horizonte.
Das Publikum unseres Heilbronner Konzerts zeigte großes, echtes Interesse und Neugier gegenüber den Arrangements des Gitarristen Zaza Miminoshvili, und dem Applaus nach zu urteilen, war der Abend für die Zuhörer lohnend.